Blokes listet befreundete Gestalter und Künstler auf mit denen Rafael Koch bisher zusammengearbeitet hat und stellt die Verbindung zu einem oder mehreren Projekten dar.

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PROJECTS / CLIENTS / BLOKES

blokes / Mauro Paolozzi / SDA 2013 / 2013

SDA 2013

Die vom Bundesamt für Kultur alljährlich vergebenen Förderpreise für Design zeichnen junge Gestalterinnen in den Bereichen Grafik-, Objekt-, Produkt- und Modedesign sowie Szenografie und Designvermittlung aus. Auf Anfrage von Jonathan Hares wurde für die diesjährige Ausstellung, in den Messehallen Basel, ein neues, rein typografisches Erscheinungsbild entworfen. Es nimmt Bezug auf die farbliche Akzentuierung der Innenräume und auf die Formensprache der Ausstellungsmodule. Die dafür verwendete Schrift ist eine modifizierte Version der «Prismaset», einer Multi-Line-Schriftfamilie, entworfen für Lineto. Der Zeichensatz wurde für eine breite Palette an Schriftbildern optimiert und auf diverse Anwendungen appliziert; u.a. auf Plakaten, Banners, Inseraten, persönliche Einladungskarten sowie Eingangs- und Wandbeschriftung.

Organisation: Bundesamt für Kultur
Art Direction: Jonathan Hares
Szenografie: Holzer Kobler Architekturen
Ausstellungs Grafik: Rafael Koch, Mauro Paolozzi
Fotografie: Jonas Marguet
Druck: Atelier für Siebdruck Lorenz Boegli

blokes / Mauro Paolozzi / SDA 2013 / 2013

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blokes / Mauro Paolozzi / Prismaset / 2004 – 2010

Prismaset

Prisma ist eine serifenlose Titel-Schrift deren Konturen fünf paralell verlaufende Linien bilden. Entworfen vom Offenbacher Schriftgestaler Rudolf Koch ende der 20' Jahre des letzten Jahrhunderts, hatte sie ihre Blütezeit bis ende der 70' Jahre als Displayfont in Buchgestaltung, Beschilderung und Reklame. Aus Schriftmustern der Schriftgiesserei Klingspor geht hervor, das von Prisma nur Versalien, Ziffern und einige wenige Satz- und Sonderzeichen gezeichnet wurden.

Nachdem James Goggin und Laurenz Brunner 2004 aus den Konturen der Schrift eine gefüllte Version hergeleitet haben, entstand im Gespräch mit Alex Rich und Cornel Windlin die Idee, die ursprüngliche Schrift zu einem umfangreichen Zeichensatz auszubauen und auf dieser Basis ein Set von Multi-Line-Schriften in verschiedenen Schriftgewichten zu entwickeln, von Prisma zu Prismaset. Wichtig zu erwähnen sind auch andere Projekte, welchen ähnliche Überlegungen zu Grunde liegen: Radim Pesko's Boijmans-Schrift (2003) welche er für das von Mevis & van Deursen gestaltete Erscheinungsbild für das Rotterdamer Museum Boijmans van Beuningen entwickelte sowie das Corporate Design der Olympischen Spiele Mexico 68, des amerikanischen Gestalters Lance Wyman.

Initiiert von James Goggin wurde Prisma ab 2006 von Rafael Koch, Alex Rich und Mauro Paolozzi durch Kleinbuchstaben, Satz und Sonderzeichen sowie zahlreichen alternate-characters erweitert und in neun verschiedenen Ausprägungen ausgebaut.

Schriftgestaltung: James Goggin, Rafael Koch, Mauro Paolozzi, Alex Rich

blokes / Mauro Paolozzi / Prismaset / 2004 – 2010

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blokes / Mauro Paolozzi / Cinetype / 2004 – 2006

Cinetype

Anfänglich noch in die Filmkopien eingeätzt, verrichtet heute ein Laserapparat das Setzen der Dialogzeilen. Das Prinzip der Laseruntertitelung beruht darauf, dass ein Laserstrahl die Farbbeschichtung des Filmes abnimmt. Dabei entstehen winzig kleine, brillant weisse Textzeilen. Die Eigenart bei diesem Verfahren ist, dass die Schrift erst auf der Kinoleinwand, nach der Vergrösserung durch den Filmprojektor und durch das Korn des Filmes ihre endgültige Gestalt annimmt. Diese Aesthetik ist das Resultat eines maschinengesteuerten Prozesses und entzieht sich den Möglichkeiten der Schriftgestaltung.

Das gewohnte Schriftbild der Kinountertitel wird im Zuge der Digitalisierung von Aufnahme- und Wiedergabetechniken bei der Filmproduktion verschwinden und durch digital verfügbare Schriften ersetzt werden. Cinétype als Zeichensatz der auf dem Computer verfügbar ist wurde aus dieser Motivation heraus entwickelt. Gedacht für den Gebrauch auf Papier, sind alle Rundungen der Zeichen aus einer Vielzahl von Kanten definiert. Die Kurven werden emuliert und nur optisch in einer gewissen Punktgrösse als rund wahrgenommen. Cinétype bedient sich, um ihre endgültige Gestalt zu bekommen, ebenso wie die Laseruntertitelschrift einem optischen Prinzip und richtet sich nach den Gegebenheiten der Wiedergabetechnik.

Nach intensiver Überarbeitung und umfangreichem Ausbau des Glyph-Tables durch Mauro Paolozzi, ist die Schrift im Frühjahr 2015 in sieben Schnitten auf dem Schweizer Fontlabel Grilli Type erschienen.

Schriftgestaltung: Rafael Koch, Mauro Paolozzi

blokes / Mauro Paolozzi / Cinetype / 2004 – 2006

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